Ewigkeitssonntag-Totensonntag

Am 21.11.2021, dem Ewigkeits- und Totensonntag, gedenken wir der Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres. Wir fühlen mit denen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Sie müssen nun ihr Leben unter veränderten Umständen meistern. Jede und jeder hat seinen eigenen Weg zu trauern, mit dem Verlust umzugehen. Ein Weg ist das Erinnern. An die Verstorbenen zu denken, das ist schön und schmerzlich zugleich. Es ruft fröhliche und schwere Tage ins Gedächtnis.

Der christliche Glaube stellt neben den Tod die Hoffnung, dass uns nach unserem Tod die Tür zum ewigen Leben aufgeht. Die Nahrung dieser Hoffnung ist die Erinnerung an Jesu Tod und seine Auferstehung. Ein Lied von Eugen Eckert aus unserem neuen Gesangbuch "Wo wir dich loben, plus" gibt der Hoffnung auf Gott einen poetischen Ausdruck:

Dir, Gott, will ich vertrauen in schwerer Zeit.
Ich will auf Hoffnung bauen trotz Traurigkeit;
will weinend doch klar spüren, wie du Kraft gibt.
Du wirst durch Dunkles führen, weil du uns liebst.

Dir, Gott, will ich Dank sagen für schöne Zeit,
für Glück in guten Tagen, für Leichtigkeit.
Ich möchte nie vergessen, was uns gelang:
so reiche Interessen, so viel Gesang.

Dir, Gott, will ich auch klagen vertane Zeit,
die ungestellten Fragen und manchen Streit.
Nimm auf in dein Erbarmen versäumtes Tun.
Birg uns in deinen Armen, sei nahe nun.

Dir, Gott, in Tod und Leben gehört die Zeit.
Gib Kraft, nun herzugeben, schenk Ewigkeit.
Du Zuflucht im Erschrecken, du Trost allein.
Du wirst uns wieder wecken zu neuem Sein.

Eugen Eckert, Texter und Instrumentalist in einer Musikgruppe, Pfarrer in Offenbach, Studentenpfarrer in Frankfurt/Main.

Ich wünsche Ihnen Gottes Trost in dunkler Zeit und Hoffnung auf lichte Tage
Ihre Pfarrerin Petra Schautt